sich etwas Gutes tun zu wollen, setzt voraus, dass man weiss, was einem gut tut…
von den 10 Vorschlägen, die mir meine Therapeutin heute gemacht hat, empfinde ich 9 als lediglich anstrengend, aber bestimmt nicht gut tuend… Diese Aufzählung der Tätigkeiten entsprach eindeutig ihrem eigenen Bild von gut tuenden Tätigkeiten.
Wie oft soll ich eigentlich noch auf Menschen hören, die ganz genau zu wissen glauben, was mir gut tut, darüberhinaus aber nicht in der Lage sind zu erkennen, dass jeder Mensch etwas anderes darunter versteht, und es als gottgegeben hinstellen, dass, wenn 90 % der Menschen etwas gut finden, es für alle gelten muss… ich behaupte mal, ich gehöre meistens zu den 10 %, was die Sache für einen Therapeuten sicher schwieriger macht, aber schliesslich ist genau das sein Job…
Apropos: “Sie haben es doch gut gemeint”… Das Buch habe ich ihr zum Lesen gegeben, aber offenbar hat sie nicht eine Zeile von dem verstanden, was drin steht. Von meinem Nachbarn erwarte ich solche Dinge nicht, von einem Therapeuten jedoch schon…
Die Hypnose-ähnliche Rückführung in die Kindheit hat sie dagegen ganz gut hingekriegt, vor allem deswegen, weil ich es gar nicht bewusst wahrgenommen habe, dass sie gerade im Begriff ist, das zu tun… tja, sonst hätte es womöglich auch gar nicht geklappt… ein wenig schockierend war dieses Erlebnis allerdings, ist wohl ne ganze Menge verdrängt in mir… nun sollen evtl. Träume folgen, um hier ein wenig Licht in die Kindheit zu bekommen… denn meine Erinnerungen sind so gut wie gar nicht vorhanden…
mal sehen, wie das ganze weiter geht… im Moment bin ich wieder sehr frustriert und fühle nichts als Sinnlosigkeit…