Zeit zu gehen
Voranzugehen.
Wegzugehen.
Wieder Gehen zu lernen.
Neue Wege gehen.
Aus Beziehungen gehen.
Abschied nehmen.
Zu Freunden gehen.
Beziehungen auffrischen.
Tun.
Sich bewegen.
Laufen lernen.
Gehen lassen.
Tränen der Freude oder der Trauer.
Gehen können.
Ich stagniere und bin aufgewühlt zugleich. Ich habe Lust darauf, in meinem Leben etwas zu ändern, eigentlich alles umzukrempeln, dahin zu drehen, wo meine Seele schon seit Langem auf mich wartet. Und dann diese Kraftlosigkeit. Der fehlende Mut.
Ich arbeite dran.
Seit 2 Tagen meldet sich mein Indikator verstärkt zu Wort. Mein linkes Ohr ist seht geräuschempfindlich. Die Gefühlsseite ist sehr hellhörig. Ich habe bei jedem kleinen Geräusch Schmerzen. Ich werde dabei ertappt, nicht dran gedacht zu haben. Das ist schon mal gut, aber umso heftiger löst ein Geräusch, wie eine Amsel, eine Brottüte, die zusammengeknüllt wird, ein laufender Wasserhahn, den Schmerz aus. Ich merke, wie ich in diesen Momenten ganz aggressiv werde. Manchmal kann ich aus der Situation flüchten, manchmal schreie ich einfach, damit es aufhört. Ich halte es nicht aus. Nicht aushalten. Nicht mehr nur aushalten müssen.